Besuch aus Schottland

6. února 2013

Am 1. Februar 2013 begrüßte die EKBB Besucher von der Kirche Schottlands. Die beiden Kirchen haben seit vielen Jahren zusammen gearbeitet und dieses Treffen war, zum Teil, eine Feier dieser Partnerschaft. Die EKBB begrüßte vier Besucher: The Very Rev. Albert Bogle, Synodalsenior der Generalversammlung der Kirche Schottlands und seine Frau Martha Bogle, Pfrin. Susan Brown, Pfarrerin an der Kathedrale in Dornoch und Kaplanin der Königin in Schottland und Pfr. Ian Alexander, Generalsekretär des Weltmission Rates, Kirche Schottlands. Nach einer Andacht, die vom EKBB Synodalsenior Pfr. Joel Ruml geleitet wurde, gingen wir zu den Vorstellungen über. Zusätzlich zu den oben genannten Teilnehmern nahmen auch Pfr. Gerhard Frey-Reininghaus, Leiter der ökumenischen Abteilung der EKBB und andere Abteilungsmitglieder, wie zum Beispiel Daniela Hamrová und ich als Missions-Verbindungsperson der PCUSA (Presbyterianische Kirche USA), teil. Auch andere Mitarbeiter der zentralen Kirchenleitung nahmen teil, Lia Valková, Synodalkuratorin, Martin Kocanda, Leiter der Zentralstelle und Daniela Ženatá, Chefredakteurin des Magazins "Česky Bratr (Böhmischer Bruder)". Pfr. Štěpán Janča, Gemeindepfarrer in Orlova, nahm auch teil, da seine Gemeinde eine Partnerschaft mit einer schottischen Gemeinde hat.

Synodalsenior Bogle stellte einige der entscheidenden Probleme der Kirche Schottlands und der schottischen Gesellschaft im allgemeinen vor. Ein Hauptproblem ist die Wirtschaftskrise in Schottland, ein Phänomen das den Grossteil der Welt betrifft. Ein weiteres Problem dreht sich um die Diskussion über die Unabhängigkeit Schottlands. Synodalsenior Bogle gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass die Kirche sich in Einigkeit zu Gesellschaftsfragen äußern muss und die Botschaft des Evangeliums vertreten muss. Er forderte uns auf, mehr über Jesus und weniger über die Kirche zu reden. Dann ging Synodalsenior Ruml auf einige Probleme ein, denen sich die EKBB gegenüber sieht. Da die EKBB ist eine Minderheitskirche ist, hat sie nicht dieselbe Stimme in der Gesellschaft wie die Kirche Schottlands. Eine herausfordernde Entwicklung in der Tschechischen Republik ist die wachsende Zahl von Menschen, die die Ideale des Kommunismus unterstützen. Synodalsenior Ruml machte auch klar, dass er denkt das ein zentrales Problem hier in der Tschechischen Republik ein generelles Gefühl der Passivität ist.

Nach der Diskussion einiger der allgemeinen Fragen, mit denen sich beide Kirchen auseinandersetzen, wendete sich das Gespräch Wegen zu, die es ermöglichen sollen, dass beide Kirchen weiterhin zusammenarbeiten können. Zusätzlich zu den Gemeindepartnerschaften wird gehofft dass andere Wege der Zusammenarbeit gefunden werden können. Eine Mitarbeiterin der ökumenischen Abteilung der EKBB, Daniela Hamrová, wird für einen Monat einen Englisch Intensivkurs in Schottland besuchen. Neben finanzieller Unterstützung wird die Kirche Schottlands sich auch um ihre Unterkunft kümmern. Es besteht auch die Hoffnung, dass Geistliche in der Tschechischen Republik und Schottland an Veranstaltungen in beiden Ländern teilnehmen können. Vielleicht können die beiden Kirchen dort zusammenarbeiten, wo ein gemeinsames Interesse besteht, wie in der Arbeit mit der Kirche in Kuba und dem Engagement im Nahen Osten. Es war spannend, die Energie und die Begeisterung für die Vertiefung der Beziehungen zu erleben. Als Geistliche in der PCUSA, unsere Konfession steht tief in der Schuld der Kirche Schottlands, war es auch spannend für mich, mit dieser Delegation zu interagieren und die langjährige Beziehung zwischen der EKBB und der Kirche Schottlands zu erleben. Wie so oft der Brauch hier, und in den meisten Teilen der Welt, endete unsere gemeinsame Zeit mit einem gemeinsamen Mittagessen, bevor die Delegation einen Zug bestieg, um das Wochenende in der Gemeinde in Orlova zu verbringen.


Pfrin. Dr. Karen R. Moritz
PCUSA Mission Coworker